Warum engagiere ich mich für Mediation als
alternativen Weg der Konfliktlösung?
Lebensaltersbedingt
habe auch ich leidvolle Erfahrungen mit Konflikten im Wirtschaftsleben
gemacht. Dies sowohl als Angestellter aber auch in nahezu
18-jähriger Selbständigkeit. Konflikte
gehören halt zum Menschen.
Aber meine Schlüsselerfahrung erhielt ich vor etlichen Jahren: Zu Gericht in Hamburg - Kammer für Wirtschaftsstreitigkeiten. Vorausgegangen war ein jahrelanger, zermürbender, kosten- und zeitintensiver Konflikt mit einem Mitgesellschafter. Auch wir beschritten den allseits bekannten Eskalationspfad: zunächst harmlose Meinungsverschiedenheiten in geschäftlichen Fragen, dann interner Streit, „Aufmunitionieren" durch hinzu gerufene Anwälte, das Gericht wird eingeschaltet. Nach langem zeitlichem Vorlauf gibt es endlich einen Gerichtstermin, der die Probleme lösen soll.
Überraschendes Ergebnis: Ohne dass man sich seitens des Gerichtes überhaupt mit dem Streitgegenstand inhaltlich beschäftigt, drängt die vorsitzende Richterin zum Vergleich. Auch wenn es für mich in der Sache absolut unbefriedigend ist, ich bin es leid und will meinen Kopf wieder frei haben. Deshalb stimme ich zu und der juristische Vergleich wird gemacht. Da weder mein Kontrahent seine noch ich meine Ziele wirklich erreiche, gibt es letztlich nur Verlierer.
Ach ja, bis auf die Anwälte ..... Die im Verlauf des Verfahrens sehr auseinandersetzungsfreudigen Anwälte beider Seiten waren sich untereinander überraschend schnell einig. Die Bestimmung des Streitwertes für den Vergleich war umgehend gefunden (= Berechnungsgrundlage für die Anwaltshonorare.....).
Fazit: Trotz Einsatz des Rechtsweges blieb unser Konflikt ungelöst.
Damals wusste ich noch nicht, um die praktische Bedeutung des § 278 ZPO (Zivilprozessordnung; Gerichte sind standardmäßig gehalten, Vergleiche zwischen den Parteien zu erzeugen). Und ich kannte Wirtschafts-Mediation noch nicht. Meine persönliche Schlussfolgerung: Wenn es irgend geht, war das der letzte Zivilprozess für mich!
Irgendwann stolperte ich über das Buch „Verhandeln - Die Alternative zum Rechtsstreit" des Juristen Prof. Dr. Fritjof Haft. Zitat aus seinem Vorwort:
„Wann immer ein Jurist gerufen wird, dann deshalb, weil Menschen in einen Konflikt geraten sind, den sie aus eigener Kraft nicht lösen können. Der Jurist soll ihnen zur Lösung ihres Konfliktes verhelfen. Aber oft genug verschärft er ihren Konflikt und treibt sie in den Streit. Am Ende eines nach allen Regeln der juristischen Kunst ausgetragenen Rechtsstreites gibt es immer einen, oftmals aber zwei (und mehr) Verlierer."
Und bei ihm lernte ich zum ersten Mal den Begriff „Mediation" kennen.
Um es kurz zu machen: Eine formalisierte Ausbildung und Zertifizierung als Wirtschaftsmediator über die Industrie- und Handelskammer IHK Düsseldorf legte 2003 den Sockel. Meine Berufserfahrungen als angestellter Manager in der ITK-Branche und selbständiger Unternehmer erweiterten die Theorie um die Praxis.
Seit der Zeit helfe ich Konfliktgegnern im Arbeits- und Wirtschaftsleben, selbst bestimmte Lösungen zu finden, die beide Seiten nachhaltig zufrieden stellen. Und das zu signifikant geringeren Kosten und erheblich geringerem Zeitaufwand.
Sie möchten Einzelheiten von mir erfahren? Dann nehmen Sie gleich Kontakt zu mir auf oder rufen mich einfach an: 0211-3003 432.
Ihr Wirtschafts-Mediator Ulrich Börst
